Die Deutsche Schmerzliga setzt sich seit vielen Jahren für eine Gesundheitsversorgung ein, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Chronisch kranke Menschen brauchen keine Sparpolitik, sondern Verlässlichkeit, Planungssicherheit und einen uneingeschränkten Zugang zu einer hochwertigen medizinischen Versorgung. Ein modernes Gesundheitssystem muss sich daran messen lassen, wie es mit den Schwächsten umgeht – nicht daran, wie kurzfristig sich Haushaltszahlen verbessern lassen.
Darüber hinaus stellt sich eine grundsätzliche politische Frage: Was bedeutet es für das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in den demokratischen Rechtsstaat, wenn breite Kritik von Patientenorganisationen, Fachverbänden, Kommunen und Expertinnen und Experten kaum erkennbaren Einfluss auf politische Entscheidungen hat? Viele Menschen gewinnen den Eindruck, dass ihre Sorgen zwar angehört, letztlich aber nicht berücksichtigt werden. Dieser Vertrauensverlust ist gefährlich. Er trägt dazu bei, dass sich immer mehr Bürgerinnen und Bürger von den etablierten Parteien nicht mehr vertreten fühlen und nach politischen Alternativen suchen. Wer dieser Entwicklung entgegenwirken will, muss Politik wieder nachvollziehbar machen, Verantwortung übernehmen und den Dialog mit den Betroffenen ernsthaft führen – gerade in so sensiblen Bereichen wie der Gesundheitsversorgung.
Die Deutsche Schmerzliga wird sich deshalb auch weiterhin mit Nachdruck für eine nachhaltige Reform der gesetzlichen Krankenversicherung einsetzen. Nicht kurzfristige Einsparungen dürfen das Ziel gesundheitspolitischen Handelns sein, sondern eine verlässliche, solidarische und zukunftsfähige Versorgung aller Menschen – insbesondere derjenigen, die auf sie jeden Tag angewiesen sind.
Aufgeben gilt nicht, drum kämpfen wir weiter!
Für Sie und für alle Menschen mit einer chronischen Schmerzerkrankung, denn das ist unser Anspruch seit nunmehr 36 Jahren.
Ihr
Michael A. Überall Präsident der Deutschen Schmerzliga e.V.
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