Fazit
Die gute Nachricht dieser großen deutschen Studie ist, dass sie keine Hinweise auf eine US‑ähnliche Opioidkrise gefunden hat.
Allerdings zeigt sie aber, dass Menschen mit chronischen Schmerzen möglicherweise stärker von einer besser abgestimmten, umfassenderen und langfristig begleiteten Behandlung profitieren könnten.
FĂĽr Betroffene ist die wichtigste Botschaft deshalb:
Nicht die Frage „Opioide – ja oder nein?“ steht im Mittelpunkt, sondern: „Wie kann die Behandlung möglichst gut zu mir und meinem Alltag passen?“ und „Nützen mir die mit den Opioiden erzielten Wirkungen so, wie ich es erwartet habe und wie es hilfreich wäre?“.
Meine Empfehlung:
Wenn Sie selbst bei der ehrlichen Beantwortung dieser Fragen kein eindeutig positiven Antworten finden oder ins GrĂĽbeln kommen, dann suchen Sie den Kontakt mit Ihrem behandelnden Arzt und prĂĽfen Sie mit diesem gemeinsam ob in Ihrem Fall der Einsatz der Opioide so (noch?) sinnvoll ist.
Ihr Michael A. Überall Präsident Deutsche Schmerzliga (DSL) e.V.
Quelle: GBA-Ergebnisbericht: Opioidhaltige Analgetika - Untersuchung zu Entwicklungstrends in der Versorgung bei nicht-tumorbedingten Schmerzen. |