Wird diese Nachricht nicht richtig dargestellt, klicken Sie bitte hier.
Deutsche Schmerzliga e.V.


DSL-Newsletter - Gesundes Wissen Online

Gürtelrose-Impfung:
Schützt sie auch das Herz?



Gürtelrose-Impfung: Schützt sie auch das Herz?

  • Gürtelrose-Impfung: Gut für Haut und Herz
  • Neue Hinweise: Impfung könnte Herzinfarkt-Risiko senken
  • Mehr als Schutz vor Gürtelrose? Was die Impfung fürs Herz leisten kann 

Die Impfung gegen Gürtelrose schützt nicht nur vor einer schmerzhaften Infektion – neue Studien zeigen: Sie könnte auch das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall senken.

Hintergrund

Die Gürtelrose (medizinisch: Herpes zoster) ist eine schmerzhafte Erkrankung, die vor allem ältere Menschen betrifft. Sie entsteht durch die Reaktivierung des Windpocken-Virus, das nach einer früheren Infektion lebenslang im Körper verbleibt.

Schon länger wird die Impfung gegen Gürtelrose empfohlen, um schwere Verläufe und Komplikationen zu verhindern.

Neue wissenschaftliche Studien legen nun nahe, dass die Impfung noch einen weiteren Vorteil haben könnte: Sie könnte das Herz schützen.

Was haben Forschende herausgefunden?

In großen Beobachtungsstudien wurde untersucht, wie häufig Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei geimpften und ungeimpften Personen auftreten. Dabei zeigte sich:

  • Geimpfte hatten ein deutlich geringeres Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall oder andere schwere Herzprobleme
  • Je nach Studie lag die Risikoreduktion etwa zwischen 20 und 50 %
  • Besonders auffällig war der Effekt bei Menschen mit bereits erhöhtem Herz-Kreislauf-Risiko

Warum könnte die Impfung das Herz schützen?

Eine Gürtelrose ist nicht nur schmerzhaft, sondern kann im Körper auch starke Entzündungsreaktionen auslösen. Diese Entzündungen können die Blutgefäße belasten und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen.

Die Impfung verhindert in vielen Fällen das Ausbrechen der Krankheit – und damit möglicherweise auch diese belastenden Entzündungsprozesse. Weniger Entzündung könnte also auch weniger Risiko fürs Herz bedeuten.

Wichtig zu wissen

  • Der beobachtete Herzschutz ist ein zusätzlicher möglicher Effekt, kein offiziell bestätigter Hauptzweck der Impfung
  • Die bisherigen Ergebnisse zeigen einen Zusammenhang, aber noch keinen endgültigen Beweis für Ursache und Wirkung
  • Die Impfung bleibt in erster Linie eine Maßnahme zum Schutz vor Gürtelrose und deren Folgen

Fazit

Die Gürtelrose-Impfung könnte mehr leisten als bisher angenommen: Neben dem Schutz vor einer schmerzhaften Erkrankung gibt es Hinweise auf einen positiven Effekt für die Herzgesundheit.

Auch wenn weitere Forschung nötig ist, sprechen die aktuellen Daten dafür, die Impfung als Teil einer umfassenden Gesundheitsvorsorge ernst zu nehmen.

Für wen wird die Gürtelrose-Impfung empfohlen?

In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO):

  • Alle Personen ab 60 Jahren sollten sich mit dem Todimpfstoff gegen Gürtelrose impfen lassen
  • Bereits ab 50 Jahren, wenn bestimmte Vorerkrankungen vorliegen (z. B. geschwächtes Immunsystem oder chronische Erkrankungen)

Die Impfung besteht aus zwei Dosen, die im Abstand von 2-6 Monaten verabreicht werden.

Kostenübernahme:

  • Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten für die empfohlenen Personengruppen in der Regel vollständig
  • Auch viele private Versicherungen erstatten die Impfung

Am besten klären Sie individuell mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Krankenkasse, ob die Kosten in Ihrem Fall übernommen werden.

➡️Wichtig zu wissen!

Zugelassen (d.h. sicher und wirksam) ist dieser Impfstoff in Deutschland bereits ab dem 18. Lebensjahr und unter bestimmten Voraussetzungen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten auch schon ab diesem Alter.

➡️Meine Empfehlung:

Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt darüber, ob die Gürtelrose-Impfung für Sie sinnvoll ist.

 

Ihr
Michael A. Überall
Präsident Deutsche Schmerzliga (DSL) e.V.

Wenn Sie uns Ihre Meinung dazu mitteilen wollen,
dann schreiben Sie uns gerne an:

info@schmerzliga.de
Stichwort: Gürtelrose-Impfung

Ihre Deutsche Schmerzliga e.V.

Gefällt Ihnen unser Newsletter?
Leiten Sie ihn gerne weiter!

Sie haben unseren DSL-Newsletter noch nicht abonniert?
Einfach dem nachfolgenden Link folgen und Sie erhalten von uns regelmäßig aktuelle Informationen der Deutschen Schmerzliga e.V. rund um das Thema Schmerz.