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BFI-Ampel der Deutschen Schmerzliga:
Verstopfung früh erkennen – einfach, kostenlos und
wissenschaftlich fundiert



BFI-Ampel der Deutschen Schmerzliga: Verstopfung früh erkennen – einfach, kostenlos und wissenschaftlich fundiert

Viele Menschen mit chronischen Schmerzen kennen es: Bestimmte Schmerzmedikamente können die Darmtätigkeit verlangsamen. Für Betroffene ist das oft belastend – und dennoch wird dieses Thema im Alltag und selbst im Arztgespräch häufig nicht aktiv angesprochen. Genau hier setzt seit Anfang 2026 ein neues, niedrigschwelliges Angebot der Deutschen Schmerzliga (DSL) an.

Mit der digitalen „BFI-Ampel“ steht auf der DSL-Homepage ein kostenfreier, wissenschaftlich validierter Selbsttest zur Verfügung, mit dem sich das persönliche Risiko für das Vorliegen einer Verstopfung schnell und unkompliziert einschätzen lässt.

So funktioniert die BFI-Ampel

Der Test basiert auf dem sogenannten Bowel Function Index (BFI), einem anerkannten Instrument zur Beurteilung der Darmfunktion. Er umfasst nur drei kurze Fragen und kann in wenigen Minuten ausgefüllt werden. Das Ergebnis wird anschließend leicht verständlich als Ampel dargestellt:

  • GrĂĽn – Risiko normal/gering (BFI-Werte bis 28,8)
  • Gelb – Risiko hoch (BFI-Werte ab 28,8 bis 50,0)
  • Rot – Risiko sehr hoch (BFI-Werte ĂĽber 50)

Damit erhalten Betroffene eine klare Orientierung, ob ihre Darmfunktion unauffällig ist oder ob sie mögliche Veränderungen im Blick behalten und ärztlichen Rat einholen sollten.

Großes Interesse – und oft überraschende Ergebnisse

Seit Anfang Januar 2026 haben bereits 1.027 Patientinnen und Patienten die BFI-Ampel genutzt – und das Ergebnis hat viele Teilnehmenden überrascht, denn die Auswertung zeigte nur bei 16,4 % ein grünes Signal (d.h. ein normales/geringes Risiko), wohingegen die Ampel bei jedem Fünften (19,8 %) gelb aufleuchtete (als Zeichen eines hohen Risikos) und bei sechs von zehn Teilnehmenden (63,8 %) sogar rot war (und damit auf eine sehr hohes Risiko hinwies).

Besonders bemerkenswert: Viele Teilnehmende hatten ihr persönliches Risiko zuvor selbst als normal oder gering eingeschätzt – und waren vom Ergebnis der BFI-Ampel überrascht.

Diese Diskrepanz zwischen subjektiver Wahrnehmung und tatsächlicher Einschätzung ist ein wichtiger Hinweis. Sie könnte mit erklären, warum Verdauungsprobleme im Zusammenhang mit Schmerztherapien im Arztgespräch oft nicht angesprochen werden. Häufig bleibt dieses zusätzliche Leiden dadurch lange unerkannt und unbehandelt, obwohl es die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen kann.

Warum Selbstbeobachtung so wichtig ist

Gerade bei chronischen Schmerzen steht verständlicherweise die Schmerzbehandlung im Mittelpunkt. Veränderungen der Darmfunktion werden daneben oft als „Nebensache“ wahrgenommen oder als persönliches, unangenehmes Thema empfunden.

Die BFI-Ampel hilft dabei, diese Hemmschwelle zu senken. Sie ermöglicht eine einfache, anonyme und sachliche Einschätzung der eigenen Situation – und kann ein guter Anlass sein, das Thema gezielt beim nächsten Arzttermin anzusprechen.

Ein kleiner Test mit groĂźem Nutzen

Die digitale BFI-Ampel bietet Betroffenen und Angehörigen:

  • eine schnelle Orientierung in wenigen Minuten
  • eine wissenschaftlich fundierte Einschätzung
  • eine verständliche Einordnung ĂĽber die Ampelfarben
  • UnterstĂĽtzung dabei, Veränderungen frĂĽhzeitig zu erkennen

Damit trägt sie dazu bei, Beschwerden sichtbar zu machen, die sonst leicht übersehen oder unterschätzt werden.

Unser Tipp:

Probieren Sie das Angebot selbst aus und geben Sie die Information gern weiter – an andere Betroffene, Angehörige oder Menschen in Selbsthilfegruppen. Manchmal genügt ein kurzer Selbsttest, um ein wichtiges Thema ins Bewusstsein zu rücken und rechtzeitig Hilfe zu ermöglichen.

Ihr DSL-Team

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Stichwort: BFI-Ampel der DSL

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