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Schmerztherapie mit Opioiden:
Wenn Nebenwirkungen zur zusätzlichen Belastung werden



Schmerztherapie mit Opioiden:
Wenn Nebenwirkungen zur zusätzlichen Belastung werden

Chronische Schmerzen sind für viele Betroffene eine enorme Belastung. Opioide können in der Schmerztherapie eine wichtige Rolle spielen – sie sind wirksam, aber nicht frei von Nebenwirkungen. Zu den bekannten unerwünschten Wirkungen zählen unter anderem Müdigkeit, Benommenheit oder Sedierung, eine körperliche Gewöhnung, sowie – bei unsachgemäßer Anwendung – auch das Risiko von Abhängigkeit, missbräuchlicher Nutzung oder Sucht.

Eine Nebenwirkung wird dabei jedoch besonders häufig unterschätzt und bleibt oft dauerhaft bestehen: die opioidbedingte Obstipation (OIC), also eine durch Opioide verursachte Verstopfung. Anders als viele andere Nebenwirkungen verschwindet sie meist nicht im Verlauf der Behandlung – im Gegenteil: Sie kann chronisch werden und den Alltag massiv beeinträchtigen.

Viele Betroffene leiden still, sprechen nicht darüber oder bekommen keine gezielte Behandlung – obwohl es heute evident wirksame Therapien gegen OIC gibt. Ein Grund dafür ist nicht nur, dass das Ausmaß der Beschwerden im ärztlichen Gespräch mitunter gar keine Rolle spielt, sondern auch, dass es oft nur schwer einzuordnen ist.

Wie stark bin ich betroffen?

Hier setzt der Bowel Function Index (BFI) an – ein wissenschaftlich validierter Fragebogen, der speziell für Schmerzpatientinnen und -patienten entwickelt wurde. Er hilft dabei, das Ausmaß einer opioidbedingten Verstopfung objektiv zu erfassen.

Die Deutsche Schmerzliga stellt diesen Fragebogen kostenfrei, anonym und jederzeit online zur VerfĂĽgung. Er kann sowohl direkt ĂĽber folgenden Link als auch ĂĽber die Homepage der Deutschen Schmerzliga (DSL) aufgerufen werden:

➡️ Zum BFI-Selbsttest:
https://interviews.omeany.de/index.php?r=survey/index&sid=493753&lang=de&newtest=y

Der Test dauert nur wenige Minuten und erfordert nur wenige Angaben zum AusmaĂź Ihrer Beschwerden.

Nach der Beantwortung der Fragen erhalten Sie eine Einordnung des Schweregrads Ihrer Beschwerden sowie eine empfehlende Rückmeldung, die Sie z.B. ausdrucken und zu Ihrem nächsten Arzttermin mitnehmen können. So entsteht eine gute Grundlage, um gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt das Problem anzusprechen und die bestmögliche, individuell passende Therapie zu suchen.

Unser Anliegen

Eine moderne Schmerztherapie sollte nicht nur den Schmerz lindern, sondern auch medikamentös-bedingte Nebenwirkungen ernst nehmen.

Verstopfung ist kein Tabuthema – und kein unvermeidliches Schicksal.

Also: nutzen Sie den Test. Sprechen Sie darĂĽber.
Denn gute Schmerzmedizin hört nicht beim Schmerz auf.

Mit freundlichen GrĂĽĂźen
Ihre Deutsche Schmerzliga e.V.

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