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Masern 
– eine vermeidbare Krankheit,
die wieder zur Gefahr wird



Masern – eine vermeidbare Krankheit,
die wieder zur Gefahr wird

Masern gehören zu den ansteckendsten Infektionskrankheiten überhaupt. Obwohl sie oft noch als harmlose Kinderkrankheit wahrgenommen werden, können Masern schwer verlaufen, bleibende Schäden verursachen und sogar tödlich enden. Dass Masern heute wieder häufiger auftreten, ist kein medizinisches Versagen, sondern vor allem eine Folge sinkender Impfquoten.

Masern frĂĽher: Alltag vor der Impfung

Bevor es eine Impfung gab, waren Masern allgegenwärtig. Nahezu jedes Kind infizierte sich im Laufe der Kindheit. In vielen Ländern gehörten Masern zu den häufigsten Ursachen für schwere Erkrankungen und Todesfälle bei Kindern. Große Ausbrüche mit tausenden Erkrankten traten regelmäßig auf. Komplikationen wie Lungenentzündungen, Gehirnentzündungen oder dauerhafte Behinderungen waren keine Seltenheit.

Mit der Einführung der Masernimpfung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts änderte sich die Situation grundlegend. Die Erkrankungszahlen gingen drastisch zurück, in manchen Regionen galten Masern zeitweise sogar als nahezu verschwunden.

Warum Masern heute wieder auftreten

Masern sind so ansteckend, dass ein zuverlässiger Schutz nur dann besteht, wenn mindestens 95 % der Bevölkerung immun sind. Diese sogenannte Herdenimmunität verhindert, dass sich das Virus weiterverbreiten kann. Sinkt die Impfquote unter diese Schwelle, entstehen wieder Infektionsketten – und Masern kehren zurück.

Ein entscheidender Punkt dabei ist:
Das Masernvirus hat keinen tierischen Wirt. Es infiziert ausschlieĂźlich den Menschen.

Es gibt also keine Tiere, in denen das Virus dauerhaft zirkulieren oder „versteckt“ bleiben kann. Jede Maserninfektion entsteht durch die Übertragung von Mensch zu Mensch.

Gerade deshalb sind Masern theoretisch vollständig eliminierbar – ähnlich wie die Pocken, die durch konsequente Impfprogramme weltweit ausgerottet wurden. Damit das gelingt, muss das Virus jedoch daran gehindert werden, neue menschliche Wirte zu finden. Jede Impflücke ermöglicht dem Virus, weiter zu zirkulieren.

Warum Masern besonders gefährlich sind

Masern werden über die Luft übertragen, etwa beim Husten oder Sprechen. Das Virus kann in Innenräumen über Stunden infektiös bleiben. In einer ungeimpften Umgebung steckt eine erkrankte Person fast jeden Kontakt an.

Die Krankheit beginnt meist mit hohem Fieber, Husten, Schnupfen und geröteten Augen, gefolgt von einem typischen Hautausschlag. Doch Masern betreffen nicht nur die Haut. Sie können zu schweren Komplikationen führen, darunter Lungenentzündungen, Mittelohrentzündungen und Gehirnentzündungen.

Besonders problematisch ist, dass Masern das Immunsystem langfristig schwächen können. Nach einer durchgemachten Erkrankung verlieren Betroffene teilweise ihren bereits erworbenen Schutz gegen andere Krankheitserreger. Dadurch steigt über Jahre hinweg die Anfälligkeit für weitere schwere Infektionen. Mitunter kann es darüber hinaus auch noch Jahre später zu einer schweren, unheilbaren und immer tödlich verlaufenden Erkrankung des Gehirns kommen (der sog. Subakut sklerosierenden Panenzephalitis, SSPE).

Die Bedeutung der Masernimpfung

Die Masernimpfung ist eine der wirksamsten und am besten untersuchten Impfungen ĂĽberhaupt. Zwei Impfungen bieten einen sehr hohen, langanhaltenden Schutz. Die Impfung verhindert nicht nur die Erkrankung selbst, sondern auch die schweren und langfristigen Komplikationen.

Da der Mensch der einzige Wirt des Masernvirus ist, hat die Impfung eine besondere Bedeutung: Wenn ausreichend viele Menschen geimpft sind, kann sich das Virus nicht mehr weiterverbreiten und verschwindet aus der Bevölkerung. Jede geimpfte Person trägt direkt dazu bei, Infektionsketten zu unterbrechen.

Gleichzeitig schützt die Impfung besonders gefährdete Menschen mit – etwa Säuglinge, Schwangere oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem, die selbst nicht oder noch nicht geimpft werden können.

Fazit: Eine gemeinsame Verantwortung

Masern sind keine Krankheit der Vergangenheit. Sie sind hoch ansteckend, potenziell lebensgefährlich und in ihren Folgen oft unterschätzt. Dass sie heute wieder auftreten, ist vermeidbar.

Die gute Nachricht ist:
Masern lassen sich durch konsequente Impfungen kontrollieren und langfristig sogar beseitigen.

Wer seinen Impfstatus überprüft und Impflücken schließt, schützt sich selbst, andere Menschen und trägt dazu bei, dass eine gefährliche Krankheit endgültig aus unserem Alltag verschwindet.

Wenn Sie uns Ihre Meinung dazu mitteilen wollen,
dann schreiben Sie uns gerne an:

info@schmerzliga.de
Stichwort: Masern – eine vermeidbare Krankheit

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