Die Irrungen und Wirrungen des deutschen Steuerrechts
Wie widersprüchlich und bisweilen absurd unser Steuersystem ist, zeigt ein aktuelles Beispiel, das wunderbar – oder vielleicht eher nachdenklich – in die Weihnachtszeit passt. Das Handelsblatt berichtete dieser Tage über die steuerliche Behandlung von Weihnachtsbäumen in Deutschland:
Ob künstlich oder echt, geschmückt oder naturbelassen, aus dem Wald oder vom Feld – je nach Herkunft und Zustand schwankt der Mehrwertsteuersatz zwischen 19 Prozent, 7,8 Prozent, 5,5 Prozent oder sogar null. Ein gebrauchter Baum bleibt steuerfrei. Oder, wie es augenzwinkernd heißt: „So geht die Prophezeiung in Erfüllung, dass Gott uns seinen einzigen Sohn geschickt hat, um alljährlich über die Steuersätze immergrüner Nadelbäume zu grübeln.“
Wenn wir also in der Lage sind, Tannenbäume so differenziert steuerlich zu bewerten, sollte es dann nicht erst recht möglich sein, lebensnotwendige Arzneimittel von der Mehrwertsteuer zu befreien?
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ein Weihnachtsfest, das Ihnen trotz aller Herausforderungen Momente der Zuversicht schenkt – und Menschen an Ihrer Seite, die Sie stärken. Danke, dass Sie uns begleiten, unterstützen und unsere Arbeit möglich machen.
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