➡️Bewährte, aber neu priorisierte Medikamente
Alpha-2-Delta Wirkstoffe (z. B. Gabapentin, Pregabalin)
Diese Medikamente (ursprünglich bei Nervenschmerzen/Anfallsleiden eingesetzt) werden jetzt stärker empfohlen, weil sie die Symptome lindern können ohne das Risiko der Verschlechterung wie bei Dopaminmitteln.
Für viele Betroffene können diese Mittel eine gute erste medikamentöse Option sein, besonders wenn die Beschwerden chronisch sind.
➡️Innovative nicht-medikamentöse Therapie: Nervenstimulation
Ein tragbares Gerät, das hochfrequente elektrische Impulse an die Nerven der Beine sendet (insbesondere den Peroneus-Nerv), hat in neueren Studien gezeigt, dass es die Beschwerden merklich reduzieren kann — vor allem bei moderaten bis schweren Fällen.
Dieses tragbare neurostimulative System wird vor dem Schlafengehen angelegt und kann die unangenehmen Missempfindungen dämpfen, ohne Medikamente einzunehmen.
➡️Opioide in Ausnahmefällen
In ausgewählten schweren Fällen, wenn alle anderen Therapien nicht wirken, kann eine sehr niedrig dosierte Opioid-Therapie (z. B. langwirkende Präparate) erwogen werden. Diese Option wird vorsichtig und unter strenger ärztlicher Kontrolle empfohlen, weil sie Risiken birgt.
➡️Eisenstatus prüfen und verbessern
Da ein Eisenmangel im Gehirn oft mit RLS verbunden ist, gehört die Kontrolle und ggf. Behandlung von Eisenmangel inzwischen zum Therapie-Standard. Dazu können orale oder intravenöse Eisen-Gaben gehören, wenn die Blutwerte entsprechend niedrig sind.