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Muskeln – die unterschätzte Medizin unseres Körpers


Muskeln – die unterschätzte Medizin unseres Körpers

Unsere Muskeln sind viel mehr als reine „Motoren“ für Bewegung. Sie sind ein hochaktives Organ, das Heilprozesse im gesamten Körper unterstützt. Wer seine Muskeln regelmäßig aktiviert, profitiert von erstaunlichen gesundheitlichen Effekten: Entzündungen werden gebremst, der Stoffwechsel verbessert, das Nervensystem geschützt. Das wirkt sich direkt auf Schmerzen, Beweglichkeit und Lebensqualität aus – in jedem Lebensalter.

Warum Muskeln so wichtig sind

  • Heilsame Botenstoffe: Arbeitende Muskeln geben spezielle EiweiĂźe ab, sogenannte Myokine. Diese wirken wie kleine „Medikamentenfabriken“ im Körper: Sie dämpfen EntzĂĽndungen, unterstĂĽtzen Reparaturprozesse und fördern einen gesunden Zucker- und Fettstoffwechsel.
  • Hilfe fĂĽrs Nervensystem: Muskeln beeinflussen auch Gehirn und Nervenbahnen. Regelmäßige Bewegung kann die Schmerzverarbeitung verbessern und sogar das Risiko fĂĽr neurologische Erkrankungen senken.
  • Schutz vor Alterseffekten: Mit den Jahren nimmt die Muskelmasse ab (Sarkopenie). Das fĂĽhrt zu Schwäche, erhöhter Sturzgefahr und mehr Schmerzen. Wer dagegen antrainiert, bleibt beweglicher, stabiler und unabhängiger.

Was das fĂĽr Menschen mit Schmerzen bedeutet

  • Weniger EntzĂĽndungsreize: Durch Muskelarbeit entstehen Stoffe, die EntzĂĽndungen im ganzen Körper bremsen – ein zentraler Faktor bei vielen chronischen Schmerzsyndromen.
  • Bessere Körperfunktion: Starke Muskeln entlasten die Gelenke, stabilisieren den RĂĽcken und verbessern die Haltung. Das reduziert Belastungsschmerzen und verhindert neue Beschwerden.
  • Alltag leichter bewältigen: Mit mehr Muskelkraft werden einfache Dinge – vom Einkauf bis zum Treppensteigen – weniger anstrengend. Das steigert die Selbstständigkeit und das Selbstvertrauen.
  • Schnelle Erfolge: Schon wenige Wochen mit kleinen Trainingseinheiten können spĂĽrbare Verbesserungen bringen – ohne dass man zum Leistungssportler werden muss.

So gelingt der Einstieg – einfach und sicher

  1. Klein anfangen: Drei Mal pro Woche 10–20 Minuten einfache Ganzkörperübungen (z. B. Aufstehen vom Stuhl, Wandliegestütze, Übungen mit einem Theraband). Nach und nach steigern, wenn es gut vertragen wird.
  2. Alltag nutzen: Treppen statt Aufzug, kurze Aktiv-Pausen einbauen, kleine Wege zu Fuß gehen. Jede Minute Bewegung zählt.
  3. Schmerzfreundlich trainieren: Bewegung darf anstrengend sein, sollte aber keine starken Schmerzen verursachen. Eine gute Faustregel: Belastungen im Bereich „leicht bis moderat“, Schmerzen sollten spätestens am nächsten Tag wieder nachlassen.
  4. Ernährung beachten: Ausreichend Eiweiß unterstützt den Muskelaufbau – besonders wichtig im höheren Lebensalter.
  5. Motivation erhalten: Training macht mehr Spaß in Gesellschaft. Verabreden Sie sich mit Partner:in, Freunden oder in der Gruppe. Halten Sie feste Termine ein und feiern Sie kleine Erfolge – so bleibt man langfristig dran.

Fazit

Nur der arbeitende Muskel ist Medizin. Jede Bewegung, die regelmäßig und sicher ausgeführt wird, stärkt nicht nur die Muskulatur, sondern wirkt wie ein ganzheitliches Heilmittel – nicht nur gegen Schmerzen, sondern auch für mehr Lebensqualität.

Wichtig zu wissen: es gibt keine relevante Grenze fĂĽr die Anzahl sinnvoller Muskelbewegungen, die pro Tag erreicht werden muss.

Vielmehr gilt: Jede Bewegung zählt!

Wenn Sie uns Ihre Meinung dazu mitteilen wollen,
dann schreiben Sie uns gerne an:

info@schmerzliga.de
Stichwort: Muskeln - unterschätzte Medizin

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